Infinity Tumbling
 
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Beschreibung
Das Infinity Tumbling ist ein reiner Vorwärtslooping. Es ist die neuste Kreation am Akrohimmel und wurde das erste mal im Jahr 2005 gesehen. Bei dieser Figur stösst Mensch und Material an die obersten Belastungsgrenzen. Messungen haben über 6 G ergeben. Das Infinity Tumbling ist zur Zeit die extremste Akrofigur.

Einleitung
Um ein Infinity Tumbling einzuleiten gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder über den Rhythmic SAT oder aus der asymmetrischen Spirale. Bei Einleitung über den Rhythmic SAT wird dieser immer mehr aufgeschaukelt, bis sich die Drehachse von der horizontalen- komplett auf die vertikale Achse verschoben hat.
Bei Einleitung über die asym. Spirale wird in dieser Speed geholt, dann erfolgt die Einleitung wie für ein Tumbling.

Stabilisieren
Im Infinity Tumbling ist das Vorschiessen des Schirmes so heftig, dass sich die Energie für die nächste Umdrehung jedes Mal von neuem aufbaut. Zur Stabilisierung hält der Pilot die Traggurten fest. Je nach Schirm und Ausführung muss zwischendurch mit Bremse oder Gewichtsverlagerung korrigiert werden. Der Pilot bekommt die enorme Belastung schubweise bei jedem Taucher der Kappe zu spüren. Solange die Drehachse stimmt und der Schirm symmetrisch im Infinity ist, kann es endlos geflogen werden. The ground is the limit.

Ausleitung
Bei jeder Umdrehung muss neu entschieden werden, ob die Energie noch für eine weitere Umdrehung reicht. Ist dies nicht der Fall, muss der Schirm durch vehementes Bremsen an einem weiteren Fahrtaufnehmen und Vorschiessen gehindert werden. Das Timing ist dabei entscheidend.

Gefahren
Das Infinity Tumbling ist die Figur, mit dem grössten Gefahrenpotential. Während den Strapazen der G-Belastung ist die Gefahr des Orientierungsverlustes gross. Dies erschwert das exakte Timing für die Ausleitung. Praktisch jeder Pilot hat auf dem Weg zum Infinity schon einen Fall ins Tuch oder knapp daran vorbei erlebt. Das Infinity kann nur mit einem sehr kleinen, dynamischen Akroschirm ausgeführt werden, und von denen eignen sich wiederum nur wenige dazu. Durch die grosse Belastung verzieht sich das Tuch so schnell, dass ein Schirm schon nach wenigen Infinity-Flügen spürbar an Dynamik verliert. Jahrelange Erfahrung und ein fundierter Aufbau beim Akrofliegen sind die Voraussetzungen für diese Figur, sowie die Beherrschung aller basic Figuren. Nebst den Gefahren und Risiken vom Infinity Tumbling, gelten auch alle Gefahren wie unter Tumbling und Rhythmic SAT beschrieben.

Häufige Fehler Folgen Abhilfe
Fehlende oder falsche Korrektur im Infinity Totalzerstörer: Vorschiessen, zuwenig Energie für weitere Umdrehung, Entlaster, Fall ins Tuch, (†) Besseres Timing durch Mentale Vorbereitung
Fehlendes Auseinanderdrücken der Gurten im Infinity Bei einigen Schirmen starker Handorgeleffekt Gurten auseinander drücken
Kein sauberes Infinity möglich durch zu grosser / verzogener Schirm Teebütelieffekt bei Einleitung:
Grosser Klapper, Verhänger, Abdrehen, Twist, (Notschirm)
Schirm eintauschen

Zu spätes Erkennen von Speedverlust z.B. durch Turbulenzen

Totalzerstörer: Vorschiessen, zuwenig Energie für weitere Umdrehung, Entlaster, Fall ins Tuch, (†) 1. Rechtzeitiges Erkennen von Störungen
2. Infinity stoppen

Falsches Timing beim Ausleiten durch Orientierungsverlust

Totalzerstörer: Vorschiessen, zuwenig Energie für weitere Umdrehung, Entlaster, Fall ins Tuch, (†)

1. Schirm im Ansatz beim Fahrtaufnehmen mit vollem Bremseinsatz stoppen
2. Mentale Vorbereitung

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